Unser Konzept

Unser Konzept

Christlich geprägt. Musikalisch inspiriert. Kindzentriert.

Die Konzeption der Christlichen Musik-Kindertagesstätte Klangwolke bildet die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit und macht diese transparent und nachvollziehbar. Sie dient als Orientierung und wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den Kindern und ihren Familien ein qualitativ hochwertiges Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsangebot zu bieten.

Träger der Einrichtung ist die Christliche Musik-Kita Klangwolke gGmbH, entstanden aus dem Engagement von Eltern und Erzieherinnen. Unsere Arbeit basiert auf dem Kita-Gesetz des Landes Baden-Württemberg und wird von einer christlichen Grundorientierung und gelebten Werten geprägt.

„Jedes Kind ist einzigartig und wertvoll.“

Der pädagogische Leitgedanke

Wir möchten Kindern Orientierung geben, Werte vermitteln und sie dabei unterstützen, ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten. Als Vorbilder begleiten wir sie auf diesem Weg und ermutigen sie, aktiv und selbstständig zu handeln.

Unsere Einrichtung ist kirchenunabhängig und überkonfessionell. Jedes Kind ist bei uns willkommen – unabhängig von seiner religiösen Zugehörigkeit.

Die Kita Klangwolke soll ein Ort sein, an dem sich Kinder, Eltern, Sorgeberechtigte sowie weitere Bezugspersonen der Kinder und ErzieherInnen gleichermaßen wohl fühlen.

Einrichtung

Einrichtung

2.1 Öffnungszeiten und Betreuungszeiten

Die Öffnungszeiten der Kindertagesstätte sind Montag bis Freitag von 7:30 bis 16:30 Uhr.

Halbtagesbetreuung (HT – 4h): 07:30 Uhr – 12:00 Uhr
Verlängerte Öffnungszeit VÖ – 6h): 07:30 Uhr – 14:30 Uhr
Ganztagesbetreuung (GT – 9h): 07:30 Uhr – 16:30 Uhr

 

2.2 Elternbeiträge

Die aktuellen Elternbeiträge sind auf der Homepage der Kita einzusehen:

www.kita-klangwolke.de

Für das warme Mittagessen, welches wir von einem Catering Service geliefert bekommen, zahlen die Eltern einen zusätzlichen Beitrag.
Dieser ist ebenfalls auf der Homepage einzusehen.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, dem Kind das Mittagessen in einer ofenfesten Box mitzugeben, welches dann im Backofen erhitzt wird.

Die musikalische Früherziehung, sowie der Flötenunterricht sind im Elternbeitrag enthalten. Für die Vorschulkinder besteht zusätzlich die Möglichkeit Klavierunterricht von einer Musikpädagogin zu belegen. Hierfür fallen monatliche Kosten von 20€ an.

2.3 Gebäude und Räumlichkeiten

Die Christliche Musik-Kindertagesstätte „Klangwolke“ befindet sich in einem zweistöckigen Gebäude in naturverbundener Ortsrandlage in Rielasingen-Worblingen.

Die neuen Räumlichkeiten auf 664 m2 sind wunderschön und verbreiten eine helle, angenehme Atmosphäre, in der sich die Kinder so richtig wohl fühlen können. Das reiche Angebot an Zimmern weckt die Freude am Spielen und Lernen. Es gibt drei Gruppenräume und einen U3-Raum mit Schlafraum sowie ein Musikzimmer, eine Turnhalle, einen Kreativraum und einen Sprachraum mit Kinderbibliothek.

Ein großer Garten um das Gebäude, bietet den Kindern viel Fläche für Bewegung und Spiel.
Für die Eltern – Kind Spielgruppe „Klangwölkchen“ stehen der Kreativraum und die Turnhalle zur Verfügung.

2.4 Betreuungsplätze und Gruppenzusammensetzung

Wir bieten eine für das Kind überschaubare Kita mit insgesamt 62 Betreuungsplätzen an. In unserer Kita werden Kinder von 1 bis 6 Jahren in folgenden Gruppen betreut:

  • 10 Betreuungsplätze im Krippenbereich für Kinder von 1 Jahr bis 3 Jahren
  • 2 Gruppen im Kindergartenbereich für 2-6 Jährige, jeweils 22 Kinder, sofern alle Kinder über drei Jahre alt sind.
  • 1 Kleingruppe im Kindergartenbereich für 2-6 Jährige mit 8 Plätzen

„Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes.“

Markus 10,14 – Die Bibel

Bildungsauftrag

3.0 Bildungsauftrag und Bildungsbereiche

Durch ein ganzheitliches Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Versorgungsangebot fördern wir die Entwicklung der Kinder zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§ 1 Abs. 1 SGB VIII). Somit erfüllen wir den gesetzlichen Bildungsauftrag, nach § 22 Abs. 3 des Achten Buches Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII).

Auf Grundlage der christlichen Pädagogik, welche ein umfassender und beständiger Maßstab für die Erziehung ist, beziehen wir die Bildungs-und Entwicklungsfelder des Orientierungs- plans, für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergarteneinrichtungen, in unsere Arbeit mit ein. Die Bildungs-und Entwicklungsfelder des Orientierungsplans unterteilen sich in sechs Bereiche:

  • Körper (Bewegung, Gesundheit, Ernährung)
  • Sinne (Sinneswahrnehmung, Darstellen und Gestalten durch z.B. Musik und Kunst)
  • Sprache (Kommunikation, Schriftkultur)
  • Denken (Mathematik, Naturwissenschaft, Experimentieren, Erforschen)
  • Gefühl und Mitgefühl (Soziales Miteinander)
  • Sinn, Werte und Religion (Traditionen, eigenverantwortliches Handeln)In alle Bildungsbereiche, wirkt unser konzeptioneller Schwerpunkt „Musik“ mit hinein.Die christliche Erziehung, die Begegnung mit christlichen Werten und dem christlichen Glauben und seinen Ausdrucksformen ist grundlegender Bestandteil unserer Arbeit und trägt zu unserem Ziel, einer ganzheitlichen, individuellen und gabenorientierten Entwicklung des Kindes, bei. Dabei sind wir uns bewusst, dass der Glaube an Gott und die Bereitschaft, sich dem Inhalt des Evangeliums zu öffnen, eine freiwillige Entscheidung ist, welche nicht befohlen oder anerzogen werden kann, sondern zu der das Kind hingeführt werden darf. Hierbei rücken wir die Vorbildwirkung der ErzieherInnen in den Vordergrund.

Pädagogische Grundorientierung und Ziele

4.1 Glaube

Unsere Basis orientiert sich an christlichen Werten und dem biblischen Menschen- und Gottesbild, nachdem wir jedes Kind als ein wertvolles und geliebtes Geschöpf Gottes wahrnehmen. Gemeinsam wollen wir den Glauben im Alltag leben erfahren und darüber Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Unsere christlich orientierte Pädagogik geht davon aus, dass das Kind als Ebenbild Gottes geschaffen ist.

Auf dieser Grundlage und vom biblischen Menschenbild ausgehend orientieren wir uns an diesen Erziehungszielen:

  • eigenverantwortliche Persönlichkeit
  • Nächstenliebe, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme
  •  Gemeinschafts-und Beziehungsfähigkeit
  • Umweltbewusstsein und Naturverständnis
  • Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen
  • Denkvermögen
  • Kreativität
  • Körperlichkeit
  • Emotionalität
  • Musikalische Entfaltung

Die Kinder können Gott in seiner Beziehung zu uns Menschen kennen und lieben lernen. Zugleich ist es Ziel unserer Erziehung, dass sie diese von Liebe geprägte Gottesbeziehung für sich selbst annehmen und darum anderen Menschen, anderen Lebewesen und der ganzen Schöpfung mit Achtung, Ehrfurcht und Nächstenliebe begegnen können.

Folgende Formen der pädagogischen Arbeit helfen uns, dies den Kindern zu vermitteln:

  • Geschichten aus der Kinderbibel kennenlernen und den Bezug zum Alltag herstellen
  • Christliche Feste, wie Weihnachten und Ostern mit den Kindern gestalten und feiern
  • Morgenkreis mit christlichen Liedern und Gebet
  • Gebete vor dem Essen als Dank an Gott, dass er uns versorgt
  • Singkreis mit christlichen Liedern
  • Gestalten von Familiengottesdiensten
  • Vorbildwirkung der ErzieherInnen: Die persönlichen Wert- und Normvorstellungen sind an christlichen Werten und dem biblischen Menschenbild orientiert
  • Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur: die Natur als Gottes Schöpfung erkennen und ihr im Garten, bei Spaziergängen, Waldtagen, innerhalb von Projekten begegnen

4.2 Gemeinschaft

Eine liebevolle und respektvolle Gemeinschaft ist Voraussetzung für die gesunde und ganzheitliche Entwicklung des Kindes und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Zum Wohle des Kindes stehen wir deshalb auch Familien unterstützend, beratend und ergänzend zur Seite.

Die ersten Jahre im Leben eines Kindes sind für seine gesamte Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Für die Persönlichkeitsentwicklung ist die Geborgenheit des Kindes in der Fa- milie die wichtigste Voraussetzung. Die Bibel spricht von der grundlegenden Bedeutung der Familie als Nest für die Kinder, in der Geborgenheit, Akzeptanz und Liebe gelebt werden. Deshalb soll die Erziehung in der Kita eine Ergänzung und Begleitung zur Familienerziehung sein, kein Ersatz.

In unserer Christlichen Musik-Kindertagesstätte „Klangwolke“ wollen wir für die Kinder und Eltern da sein und in allen Lebens- und Erziehungsfragen Hilfestellung zum Wohl des Kindes geben. Es ist uns wichtig, dass die Kinder ein natürliches und familiäres Miteinander erleben und sich zugehörig und geborgen fühlen. Auch die Eltern sollen in diese Gemeinschaft miteinbezogen sein, sodass eine partnerschaftliche, vertrauensvolle Atmosphäre und ein offener Austausch zwischen Kindern, Eltern und ErzieherInnen möglich sind. Von dieser Gemeinschaft sollen auch Kinder mit Behinderungen profitieren, indem sie die grundlegende Erfahrung machen, dass Anderssein kein Grund für Ausschluss ist, sondern das Leben bereichert.

Folgende Formen pädagogischer Arbeit helfen uns, dies umzusetzen:

  • Aktivitäten im Tagesablauf mit den Kindern wie Spielen, Singen, gemeinsames Essen, Ausflüge, gemeinsame Feiern
  • Geregelter Tagesablauf mit Ritualen
  • Gestaltung der Gemeinschaft der Kinder untereinander durch regelmäßige Kontaktmöglichkeiten im Freispiel, Morgenkreis, bei Angeboten
  • Aktivitäten mit den Eltern und Kindern zusammen wie Feste, Ausflüge
  • Aktivitäten mit Eltern und ErzieherInnen wie Elternabende, Gespräche
  • Angebote für Eltern wie Elterntreffs, Eltern-Kind-Spielgruppe
  • Elternmitarbeit

4.3 Beziehung

Vertrauensvolle Beziehungen sind Grundlage für ein Lernumfeld, in dem sich das Kind wohl- fühlt und sich individuell nach seinen Gaben und Fähigkeiten entwickeln kann. Jedem Kind mit Liebe und Akzeptanz zu begegnen ist für uns deshalb von elementarer Bedeutung.

Betreuung, Beziehung und Bildung sind nicht voneinander zu trennen. Deshalb legen wir in unserer pädagogischen Arbeit hohen Wert auf Verlässlichkeit, Sicherheit und Struktur in der Betreuung, welche Grundlagen zum Aufbau stabiler und sicherer Beziehungen und Bindungen sind. Durch liebevolle Zuwendung, Hilfe, Interesse und Ermutigung geben wir den Kindern Orientierung, Halt und Sicherheit. Zuverlässige und tragfähige Beziehungen sehen wir zudem als Hilfe für die positive Gestaltung von Übergängen (Beginn der Betreuung, Gruppenwechsel, kleinere Übergänge im Kita-Alltag, Abschied aus der Kita), die Kinder und auch Eltern bewältigen.

Das Zusammenleben in unserer Kindertagestätte gestaltet sich aus vielen Beziehungen zwi- schen Kindern und ihren Eltern, Kindern und ihren ErzieherInnen, Kindern untereinander, Er- zieherInnen und Eltern, Eltern untereinander, sowie zwischen MitarbeiterInnen der Einrich- tung. Wir möchten, dass in all diesen Beziehungen Vertrauen und Geborgenheit erlebt wird.

Folgende Formen der pädagogischen Arbeit helfen uns, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen:

  • Intensive Kooperation mit den Eltern, denn eine gute Beziehungsqualität zu den Eltern ist eine wichtige Grundlage für außerfamiliäre Betreuung
  • ErzieherInnen als Bindungsperson gehen verantwortungsvoll mit Nähe und Distanz um
  • In der Beziehung zwischen Kindern und ErzieherInnen werden die Anliegen der Kinder ernst genommen.
  • Die ErzieherInnen geben notwendige Hilfen und Anregungen, halten sich aber in bestimmten Situationen zunächst zurück (z.B. bei Konflikten der Kinder untereinander)
  • Der Tagesablauf wird durch Regeln und Rituale strukturiert
  • Die ErzieherInnen sind sich ihrer Vorbildrolle, auch in geistlicher Hinsicht, bewusst, die durch das Nachahmungslernen in den ersten Lebensjahren besonderes Gewicht erhält.
  • Die ErzieherInnen geben durch das eigene Verhalten Orientierungspunkte
  • Die ErzieherInnen gehen auf die Grundbedürfnisse des Kindes nach Geborgenheit und Zuverlässigkeit ein.
  • Wir schaffen eine Atmosphäre, in der das Kind Sicherheit, Vertrauen und Zutrauen erleben kann.
  • Als Vorbilder für die Kinder pflegen die MitarbeiterInnen eine gute Arbeitsatmosphäre untereinander

Pädagogische Schwerpunkte

5.1 Musik

Musik ist in ihren verschiedenen Erlebens- und Ausdrucksformen natürlicher Begleiter unseres Kita-Alltags. Über spielerisches Musizieren wird eine freundliche Lernatmosphäre geschaffen, in der die Kinder über das sinnliche und ganzheitliche Erleben in ihren Entwicklungsprozessen gefördert werden.

Warum uns die musikalische Erziehung besonders am Herzen liegt möchten wir in den folgenden Punkten näher erörtern:

  • Unterstützung beim Spracherwerb
    Für das Erlernen der Sprache ist die Tonhöhe, der Rhythmus, die Sprachmelodie zunächst wichtiger als das gesprochene Wort. Denn es ist erwiesen, dass die Sprache und Melodie, verbunden mit Gestik und Bewegung weit mehr Verknüpfungen im Gehirn fördern, als das allein gesprochene Wort. Somit hat das Singen und Musizieren eine sehr große förderliche Wirkung auf die Sprachentwicklung. Durch das Singen von rhythmisch betonten Liedern wird so besonders der Lauterwerb unterstützt.
  • Entwicklung der Motorik durch Musik
    Kleinkinder sind zwischen dem 18. und 36. Lebensmonat vor allem motorisch sehr aktiv. Beobachtet man Kinder, so fällt auf, dass schon in diesem Alter Musik zur Bewegung anregt. An dieser Freude an Bewegung wollen wir ansetzen und durch das Singen, besonders auch von Bewegungs- und Spielliedern, und Musizieren, Bewegungsimpulse geben, die sich positiv auf die motorische Entwicklung auswirken.
  • Förderung des Wissenserwerb durch Musik
    Kinder sind von Geburt an sehr neugierig und wissbegierig. Aktuelle Themen des Kindes werden durch altersgerechtes und regelmäßiges Musizieren unterstützt und vertieft. Das Erlernte wird so viel stärker im Gehirn verknüpft.
  • Musik als Beziehungserlebnis – Förderung des Sozialverhaltens
    Es ist erwiesen, dass das Sozialverhalten durch das gemeinsame Singen und Musizieren gefördert wird. Die Kinder lernen gemeinsam aufeinander Rücksicht zu nehmen, aufeinander zu hören, einander zu helfen, den anderen mit seiner Persönlichkeit wahrzunehmen und einander zu tolerieren. Auch der Tanz unterstützt die Stärkung der Sozialkompetenz.
  • Unterstützung der Integration durch Musik
    Musizieren und Singen findet man in jedem Land dieser Welt. Bei der Integration muss Fremdheit in vielen Bereichen überwunden werden. Hier wird das Singen und Musizieren zu einer Brücke der Integration. Eltern und Kinder mit fremder Sprache finden durch Musik zueinander. Vertrauen entsteht. Einfache, kurze Lieder fördern auch hier die Sprachentwicklung und somit die Verständigung.
  • Atmosphäre des Wohlfühlens und der Vertrautheit

Beim Musizieren und Singen ist die liebevolle Zuwendung zu den Kindern am wichtigsten. Die Hingabe der Erziehenden beim Singen und Musizieren, der Blickkontakt, den sie immer wieder zu den Kindern sucht und hält, das liebevolle Ermutigen und Wahrnehmen der bereits erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder, schafft eine Atmosphäre des Wohlfühlens und der Vertrautheit und wird für alle zur großen Freude.

Folgende Formen der pädagogischen Arbeit helfen uns, diesen Schwerpunkt im Tagesablauf umzusetzen:

  • Die musikalischen Angebote in unserer Kita werden so geplant, dass sie den jeweiligen Spielbedürfnissen und Spielformen der Kinder entsprechen
  • Die Einrichtung eines Musikzimmers, in dem u.a. Instrumente erforscht und ausprobiert werden können und in welchem Musik gehört werden kann
  • Angebote für Bewegung, Rhythmik und Tanz
  • Singkreis mit Instrumentalbegleitung
  • Lieder, Singspiele, Klanggeschichten werden in die Aktivitäten des Tagesablaufs (Morgenkreis, Projekte, Angebote, etc.) eingebaut.
  • musikalische Aktivitäten aus dem Handeln und Spielen der Kinder entstehen lassen
  • Jeder Ort in der Kita ist ein Musik-Ort, denn Musik begleitet uns durch den Alltag
  • Die ErzieherInnen schaffen Raum und Rahmen dafür, dass Kinder musikalisch selbstständig aktiv werden können
  • Die ErzieherInnen sind im Bereich der musikalischen Früherziehung besonders geschult.
  • Gestaltung von musikalischen Aufführungen
  • Möglichkeit ab 4 Jahren für Flöten und für die Vorschulkinder Klavierunterricht während der Kita-Zeit.

5.2 Bewegung

Für eine harmonische und gesunde Entwicklung spielen motorische Erfahrungen eine entscheidende Rolle in der Kindheit. Wir wollen deshalb dem Grundbedürfnis der Bewegung je- des Kindes ausreichend Raum und Möglichkeiten geben, sodass Freude und Spaß auch in der motorischen Entwicklung erlebt wird.

Bewegung als grundlegende und lebenswichtige Funktion des Menschen, spiegelt sich in dem Verhalten von Kindern wieder. Sie sind gerne aktiv, sie laufen, klettern, balancieren, springen, wann immer sie die Möglichkeit dazu haben. Aus Lust, Interesse und Freude spielen und be- wegen sich Kinder und setzen sich in dieser Form mit der materiellen und personalen Umwelt auseinander. Deshalb ist es uns wichtig, den Kindern genügend Raum und Möglichkeiten für Bewegung zu geben, damit sie ihren natürlichen Drang ausleben, ihre körperlichen Fähigkei- ten ausprobieren und verschiedenste Körper-und Bewegungserfahrungen machen können.

Folgende Formen der pädagogischen Arbeit helfen uns dabei:

  • Regelmäßige gezielte Bewegungs-, Rhythmik-, und Tanzangebote
  • freie Bewegungszeiten
  • Bewegungsparcours, Bewegungsbaustelle
  • Umfangreiche Materialausstattung für den Bewegungsbereich
  • Bewegung in der Natur (Garten, Spaziergänge, Ausflüge zum Spielplatz)
  • Bewegungsmöglichkeiten in spielerischer Form, wie Bewegungslieder, Bewegungsspiele, bewegte Geschichten
  • Experimentieren mit unterschiedlichem Bewegungsmaterial
  • Vielfältige Gelegenheiten für fein-und grobmotorische Tätigkeiten

5.3 Spiel

Kinder entdecken das Leben spielend. Wir bieten den Kindern die Gelegenheit spielerisch viele Erfahrungen zu machen, indem wir eine Atmosphäre schaffen, in der das Kind dazu angeregt und begleitet wird.

Der Orientierungsplan Baden-Württembergs verdeutlicht, dass das Spiel des Kindes Grundlage für alle Lernerfahrungen ist. „Spielen und Lernen sind bei kleinen Kindern untrennbar miteinander verbunden“ ist eine der Grundaussagen. In unserer Arbeit ist es uns deshalb wichtig, dem Spielen als Grundbedürfnis und Haupttätigkeit von Kindern einen besonderen Stellenwert zu geben. Im Spiel machen Kinder bedeutsame Erfahrungen und lernen dadurch folgende grundlegende Fähigkeiten für ihr Leben:

  • selbst Kontakte knüpfen
  • Kooperation
  • Einfühlungsvermögen
  • Toleranz
  • Aushalten und Lösen von Konflikten
  • Soziale Empfindsamkeit
  • Selbstbewusstsein
  • Verantwortung für das eigene Verhalten übernehmen

Die Erzieherin begleitet das Spiel durch Beobachten, wodurch sie erfährt was die Kinder brau- chen und welche Interessen sie verfolgen, durch Anspielen indem sie Material bereithält und Kinder wenn nötig zum Spiel animiert oder durch Mitspielen, indem sie ganz Spielpartnerin ist, aber auch stets den Blick auf die anderen Kinder gerichtet hat.

Somit unterstützen die ErzieherInnen die Spiel- und gleichzeitig Bildungsprozesse des Kindes. Und das Kind erlebt dabei Erwachsene, die Vertrauen in seine Fertigkeiten und Fähigkeiten setzen.

Folgende Formen der pädagogischen Arbeit helfen uns dabei:

Der Orientierungsplan Baden-Württembergs verdeutlicht, dass das Spiel des Kindes Grundlage für alle Lernerfahrungen ist. „Spielen und Lernen sind bei kleinen Kindern untrennbar miteinander verbunden“ ist eine der Grundaussagen. In unserer Arbeit ist es uns deshalb wichtig, dem Spielen als Grundbedürfnis und Haupttätigkeit von Kindern einen besonderen Stellenwert zu geben. Im Spiel machen Kinder bedeutsame Erfahrungen und lernen dadurch folgende grundlegende Fähigkeiten für ihr Leben:

  • Täglich ausreichend Zeit und Gelegenheit für das Spiel
  • Übersichtliche Räume, die vielfältige Aktivitäten ermöglichen (Phantasie- und Rollenspiele, Bewegungsspiele, Musikspiele, Bau- und Konstruktionsspiele, Experimente, Rückzugsmöglichkeiten)
  • Freispiel: Es werden Rahmen innerhalb der Gruppe festgelegt, wobei die Kinder Spielort, Spielpartner und Spielmaterial frei wählen
  • Ruhe, um sich ungestört auf das Spiel einlassen zu können und sich in Spielsituationen wohl zu fühlen
  • Gemeinsame Spielprozesse zwischen ErzieherInnen und Kindern für: Lernimpuls, die anfänglich behutsame Einführung und einfühlsame Unterstützung an und in verschiedene Spielformen

5.4 Sprache

Der Kindergarten übernimmt heute mehr denn je eine wichtige Aufgabe bei der Unterstützung der Sprachbildung. Die Sprachfähigkeit eines Kindes entwickelt sich in erster Linie im Spiel. Ein spielendes Kind ist ein sprechendes Kind, denn Mimik, Gestik und Körperbewegungen sind Ausdruck von Kommunikation. Bei allem, was ein Kind im Spiel aktiv erlebt, macht es eine sprachliche Erfahrung. Je mehr alltagsintegrierte Sprachimpulse es bekommt, umso mehr Synapsen können gebildet werden:

Bei allem, was das Kind mit Freude durch sein eigenes Mittun, Mitdenken und Ausprobieren erlebt, entstehen Vernetzungen im Gehirn. Dies bedeutet, dass das Kind seine Erlebnisse und Erfahrungen und somit das Gelernte für eine lange Zeit abrufen kann. Sprachentwicklung vollzieht sich also zu jeder Zeit, denn das Gehirn ist immer lernbereit und nimmt fortlaufend neue Informationen auf. Die sprachlichen Erfahrungen eines Kindes erweitern und festigen sich im Alltag zum Beispiel beim Morgenkreis, Frühstück, im Freispiel, bei Angeboten oder beim Spa- ziergang. Sprachbildung bezieht die Sinne mit ein, denn die Bedeutung von Wörtern kann man sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Spracherfahrungen sind also nicht auf be- stimmte Zeiten zu begrenzen. Sie werden immer gemacht und mit jedem Impuls verändert oder vertieft. Daher sind alle Impulse, die im Kindergarten seitens der Erzieherin gegeben wer- den, auch gleichzeitig Sprachentwicklungsimpulse.

In der Klangwolke wurde für den Sprachbereich ein Zimmer neu eingerichtet und räumlich so gestaltet, dass es für die Kinder zu einer gemütlichen „Oase“ wurde. Hier gibt es eine umfang- reiche Bibliothek für Kinder, die jederzeit Zugang zu den unterschiedlichsten Themen Zugang gewährt. Durch Tier- und Sachbücher, Lernbücher, Lexika, Vorlesegeschichten und biblische Erzählungen ergibt sich eine Vielzahl von kindgerechter Literatur.

Pädagogische Arbeit

6.1 Tagesablauf der ü3-Gruppen
07:30 – 08:50 Ankunftszeit Begrüßung der Kinder in ihrer Gruppe
Bis 08:50 Uhr ist Freispielzeit
09:00 – 09:30 Morgenkreis Gemeinsames Ankommen in der Gruppe
09:30 – 10:00 Frühstück Das gemeinsame Essen ist uns wichtig zur Gemeinschaft zwischen den Kindern untereinander und auch zwischen den Kindern und ErzieherInnen.
10:00 – 10:45 Angebot in Gruppen Gezielte Angebote in gleichaltrigen oder altersgemischten Gruppen
10:45 – 12:00 Freispielzeit  

 

 

Möglichkeit für Projekte

Aufenthalt im Garten

Die Kinder können die Spielmöglichkeiten selbständig auswählen

11:30 – 12:00 Abholung Alle Kinder der Halbtagesbetreuung
12:00 – 12:45 Mittagessen
12:45 – 13:30 Ruhezeit Vorlesezeit, mit Schlafmöglichkeit
13:30 – 14:30 Freispielzeit In den Gruppenräumen, der Turnhalle  oder im Garten
13:30 – 14:30 Abholung Der VÖ-Kinder (Verlängerte Öffnungszeiten)
13:30 – 16:30 Freispielzeit bis zur Abholung der Ganztageskinder  

 

Zeit für gezielte oder spontane Angebote

Kleines gemeinsames Vesper um ca. 14:45 Uhr

Individuelle Abholzeit

6.2 Tagesablauf der u3-Gruppe

07:30 – 08:50 Uhr Ankunftszeit Begrüßung der Kinder in den Gruppen
Freispielzeit
09:00 – 09:15 Uhr Morgenkreis Gemeinsames Ankommen in der Gruppe
09:15 – 10:00 Uhr Frühstück Das gemeinsame Essen ist uns wichtig zur Gemeinschaft zwischen den Kindern untereinander und auch zwischen den Kindern und ErzieherInnen.
10:00 – 10:15 Uhr Freispiel

Tische abräumen

„Windelkontrolle“

 

 

Während der Tisch abgeräumt und sauber gemacht wird, können die Kinder spielen

Nach dem Essen schauen wir explizit bei jedem Kind, ob es eine neue Windel braucht oder auf die Toilette gehen muss

10:15 – 11:15 Uhr Freispiel

Angebote

Ausflüge

 

 

Möglichkeit, in den Garten oder spazieren zu gehen

Möglichkeit zum Freispiel im Gruppenraum

Möglichkeit für gezielte Angebote in Kleingruppen
11:15 – 11:30 Uhr Aufräumen und Sing-

/ Spielkreis

Wir räumen gemeinsam mit den Kindern auf
Nach einem kurzen Sing- und Spielkreis gehen wir gemeinsam Händewaschen
11:30 – 12:00 Uhr Mittagessen
12:00 – 14:00 Uhr Mittagsschlaf Wir bringen die Kinder ins Bett und begleiten sie beim Einschlafen
Die größeren Kinder, die keinen Mittagsschlaf mehr machen, legen sich im Gruppenraum zur Ruhe und spielen danach ruhige Spiele oder schauen Bücher an
14:00 – 14:30 Uhr Wecken und Abhol-

zeit

Die Kinder werden von uns geweckt und angezogen
Die VÖ Kinder werden abgeholt
14:30 – 16:30 Uhr Freispiel Freispiel in der Gruppe, in der Turnhalle oder im Garten
Kleines Vesper um ca. 14:45 Uhr
Individuelle Abholzeiten

Bei der Gestaltung des Tagesablaufs erleichtern einige immer wiederkehrende Rituale (Morgenkreis, gemeinsame Mahlzeiten, Ruhezeit) den Kindern die zeitliche Orientierung. Die pädagogische Arbeit berücksichtigt die Bedürfnisse der Kinder und die momentane Gruppensituation, sodass sich Angebote an die gesamte und geteilte Gruppe bzw. an das einzelne Kind richten. Dies erfordert von den ErzieherInnen genaues Beobachten der Kinder und das Analy- sieren ihres Verhaltens hinsichtlich ihrer Beschäftigung, Sorgen, Nöte, Rolle in der Gruppe oder ihrem familiären Umfeld.

6.3 Gruppen

Wir arbeiten in fest strukturierten, altersgemischten Gruppen, allerdings mit offenen Elementen. Das bedeutet, dass sich die Gruppe im Tagesablauf auch öffnet und die Kinder zwischen den Bildungsbereichen Musik, Kreativität, Sprache und Bewegung wählen können. Gruppenübergreifende Aktivitäten, wie gemeinsame Feste, Ausflüge, Projekte, biblischer Morgenkreis usw. werden in den Alltag der Kita miteingeplant.

Die Einteilung in Gruppen ist für unsere Arbeit sehr wichtig, denn dies trägt zu konstanten Beziehung des Gruppengefüges bei. Innerhalb der Gruppe hat jedes Kind eine Bezugsperson. Diese ist Hauptansprechpartner für die Eltern, führt regelmäßige Elterngespräche und ist verantwortlich für die Dokumentation der Entwicklung des Kindes.

Die altersgemischten Gruppen ermöglichen den jüngeren Kindern Orientierung an den Älteren. Sie erhalten vielfältige Spielanregungen, während die Großen soziales Verhalten einüben können. Die Kinder erleben sich in ihrer Kita-Zeit in verschiedenen Rollen und sammeln dadurch viele Erfahrungen.

Die Struktur der Gruppen begünstigt die für die Integration von Kindern mit Behinderung notwendige grundsätzliche Akzeptanz des Individuums, indem sie die Unterschiedlichkeiten der Einzelnen nicht nur zulässt, sondern bewusst in den Erziehungsprozess einbaut.

6.4 Begleitende Eingewöhnung

Bei der Eingewöhnung orientieren wir uns am Kind und seinen Eltern, sodass besonders das Kind einen behutsamen Übergang von der Familie in die Tageseinrichtung erlebt. Der Eingewöhnungsprozess wird in enger Abstimmung zwischen den Eltern und der Bezugsperson als Bindungsperson aus der Gruppe gestaltet.

Beim Eingewöhnungsprozess im Krippenbereich orientieren wir uns am „Berliner Eingewöhnungsmodell. Dies zielt darauf, während der Anwesenheit der Eltern, eine tragfähige und vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind und der Bezugsperson aufzubauen. Diese Beziehung soll dem Kind Sicherheit geben und ihm einen guten Start in die Kindergartenzeit ermöglichen.

Wir geben jedem Kind aus dem Krippen-und Kindergartenbereich die individuelle Zeit, um die Einrichtung mit den vielen Abläufen, Regeln, Ritualen, Menschen, Kindern und Räumen kennenzulernen. Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnung, um diesen ersten Schritt aus der Familie gut zu bewältigen.

Die Kinder erhalten eine altersgemäße Entwicklungsanregung basierend auf adäquatem Entwicklungswissen, emotionaler Zuwendung, hoher Aufmerksamkeit und Antwortbereitschaft. Ebenso ist uns die sprachliche Stimulation und Unterstützung seiner Kommunikationsversuche auf der Beziehungsebene sehr wichtig.

6.5 Gemeinsame Aktivitäten

Gemeinsame Aktivitäten (z.B. Singen, Kochen, Essen, Feiern, Ausflüge) mit den Kindern während des Tagesablaufes fördern das Wir-Gefühl in der Gruppe. Die Aktivitäten sind nicht nur auf die Kindertagesstätte begrenzt, sondern sollen den Kindern auch die Gelegenheit geben, lebenspraktische Erfahrungen zu sammeln und ihr Umfeld besser kennen zu lernen.

Gemeinsame Aktivitäten (z.B. Sommerfest, Garteneinsatz, Laternenumzug, Abschiedsfest) streben wir auch mit den Eltern und den Familien der Kinder an. Denn sowohl Kindertagestätte als auch die Familie sind prägende Lebenswelten für die Kinder, welche durch gemeinsame Erlebnisse bereichert werden.

6.6 Vorschulzeit

Die Vorschulzeit ist oft eine besondere Zeit für die Kinder. Wir unterstützen die Kinder bei der Vorbereitung auf ihre neue Lebenssituation in der Schule, indem wir eine offene Lernumgebung schaffen. So können sie nach ihren individuellen Interessen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und ihrem Drang zur Exploration handeln.

Die Kita Klangwolke arbeitet eng mit der zugehörigen Grundschule, der Hardbergschule in Worblingen, zusammen. Durch den Besuch der Lehrkraft entsteht bei den Kindern Vertrauen und Interesse. Zudem erhalten sie einen Einblick in den Schulalltag. Die Schule bietet uns auch die Möglichkeit, kurz vor der Einschulung, das Schulgebäude zu besuchen und am Unterricht teilzunehmen.

Die Hinführung zur Sozialkompetenz (teilen, helfen, unterstützen und zuhören können, Rücksicht nehmen und umsichtig sein) ist gerade für die Vorschulkinder von großer Bedeutung.

Neben besonderen Ereignissen wie der Verkehrserziehung, Ausflüge zur Feuerwehr und auf Bauern-/Obsthöfe, finden regelmäßige Angebote von den Erzieherinnen explizit für die Vorschüler in der Kita statt und werden in den Alltag integriert. Hierbei wollen wir den kindlichen Bedürfnissen entgegenkommen, folgen der kindlichen Lern-und Entwicklungslogik und vermeiden dabei jede einseitige Herausforderung, besonders in kognitiver Hinsicht. Es ist uns ein bedeutendes Anliegen die Kinder entwicklungsgerecht zu begleiten.

Als Grundlage zur Schulfähigkeit, beabsichtigen wir eine umfassende Stärkung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes, welche die Gemeinschaftsfähigkeit, Selbständigkeit und Selbstvertrauen, Lernfreude, Neugierde und Ausdrucksfähigkeit durch Sprache und Bewegung beinhaltet.

Da die die Übergangssituation vom Kindergarten in die Schule oft mit vielen Erwartungen, Hoffnungen, Befürchtungen und Fragen verbunden ist, kooperieren wir bewusst und verstärkt mit den Eltern und bieten entsprechende Angebote (Elternabende, Elterngespräche) zu diesem Thema an.

6.7 Partizipation

Grundprinzipien einer kindergerechten Elementarpädagogik wie Partizipation, Inklusion, die wertschätzende Anerkennung von Unterschiedlichkeit und die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen eines jeden Kindes sind grundlegend für unsere pädagogische Arbeit. Jeder ist wichtig, jeder wird gesehen und in die Gestaltung des Kita-Alltags mit einbezogen.

In den vielen Begegnungen und Gesprächen im Alltag mit den Kindern nehmen wir die Meinung der Kinder, ihre Wünsche und ihre Anliegen ernst. Dadurch weiß sich das Kind wertgeschätzt, was sich stärkend auf die Eigenverantwortung des Kindes auswirkt. Es erlebt Ernstgenommen sein, Zutrauen und Entscheidungsfreiheit. Und das in dem Rahmen, wie es sich zu seinem Wohl und dem Wohl der Gemeinschaft vereinbaren lässt.

Mit den Kindern erarbeiten wir Regeln für den Kita-Alltag, wobei wir die Meinungen jedes Kindes ernst nehmen und berücksichtigen. Außerdem lernen die Kinder durch kleine Dienste, die sie übernehmen, den Gruppenalltag aktiv mitzugestalten und somit auch Verantwortung zu tragen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen. So werden sie im Rahmen Ihres Alters in ihrer Selbstständigkeit gefördert und gestärkt.

Bei den immer wieder kehrenden Projektangeboten können die Kinder frei entscheiden, ob sie mitwirken wollen. Außerdem steht dem Kind die Möglichkeit offen, von den angebotenen Instrumenten selbst eins auszuwählen, welches es erlernen möchte.

Den Kindern auch im Rahmen der Partizipation mit Achtung, Wertschätzung und Respekt zu begegnen ist Grundlage unserer Arbeit und schließt mit ein, dass wir dies im Team und im Umgang mit den Eltern ebenso pflegen. So sind wir Vorbild für die Kinder und schaffen in unserem Alltag eine Atmosphäre der Geborgenheit, des Wohlbefindens und der Anerkennung.

6.8 Umgang mit Beschwerden

Der rechtlichen Anforderung nach §45 SGB VIII, beziehen wir geeignete Verfahren der Beteili- gung und Möglichkeiten der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten von den Kindern in unsere Arbeit mit ein.

Grundlegend wollen wir dafür eine Atmosphäre schaffen, in der die Kinder erleben, dass es zum Leben und zum sozialen Miteinander gehört, Fehler zu machen und darüber zu sprechen. Umsetzen lässt sich das Beschwerdemanagement, indem wir die Zugänglichkeit der Beschwerdewege sicherstellen und die Beschwerdeverarbeitung mit Vertrauen, Verlässlichkeit und Transparenz angehen.

Pädagogisch gestalten wollen wir dies zum Beispiel durch:

  • Beschwerden von Kindern in unmittelbarer Situation annehmen
  • In Dienstbesprechungen über die Beschwerden der Kinder verhandeln und Konsequenzen ziehen
  • Raum schaffen, damit Kinder über ihre Rechte und Beschwerden sprechen können
  • Offenheit und Transparenz im Verhalten der ErzieherInnen

6.9 Raumgestaltung und Materialauswahl

Der Krippen-und Kindergartenbereich sind dem jeweiligen Alter und den Bedürfnissen der Kinder angepasst und beinhalten die für den Tagesablauf erforderlichen Räume.

Die Raumgestaltung und die Anordnung des Spielmaterials sollen Aufforderungscharakter ha- ben und damit Spielanregung sein. Durch die verschiedenen Spiel- und Arbeitsbereiche wie Bauen und Konstruieren, Puppen-und Kochecke, Maltisch, Kuschelecke, Musikzimmer, Lese- zimmer, Kreativraum, etc. haben die Kinder viele Möglichkeiten, alleine, gemeinsam oder in Kleingruppen zu spielen und sich bei Bedarf auch zurückzuziehen.

Bei Mobiliar und Spielmaterial achten wir auf die Verwendung möglichst vieler Naturmaterialien. Die Auswahl erfolgt nach ökologischen, gesundheitlichen und ästhetischen Gesichtspunkten und soll Reizüberflutung vermeiden.

6.10 Beobachtung und Dokumentation

Unsere pädagogischen Planungen und Gestaltungen von Aktivitäten, bauen auf der Beobachtung, Wahrnehmung und Dokumentation des individuellen Entwicklungstandes und der Themen und Interessen des Kindes auf.

Innerhalb des Teams richten wir uns nach ausgewählten, für unsere Arbeit geeigneten, Beobachtungs-und Dokumentationsverfahren, sodass wir die Bildungs-und Entwicklungsprozesse der Kinder im Blick haben. Dies hilft uns, unsere Arbeit qualitativ sicherzustellen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Zudem bilden die Beobachtungs- und Dokumentations- verfahren Basis und Hilfestellung bei Elterngesprächen.

Im Rahmen der Entwicklungsbeobachtung, orientieren wir uns an dem allgemeinen Entwicklungstand und dem Entwicklungsverlauf in Bezug auf die jeweiligen Bildungs- und Entwicklungsfelder. Dies hilft uns unter anderem, Hinweise auf mögliche Besonderheiten in der Entwicklung, auf Entwicklungsauffälligkeiten zu erhalten und unserer Aufgabe, auf diese frühzeitig einzugehen, gerecht zu werden.

Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern

Eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Eltern zum Wohl des Kindes ist für uns Voraussetzung für einen gelingenden Entwicklungsprozess des Kindes. Eine gegenseitige In- formationsvermittlung über Ziele und Inhalte der pädagogischen Arbeit, der offene Erfah- rungsaustausch, Unterstützung in verschiedenen Lebenssituationen und eine hohe Transpa- renz des Geschehens in der Kindertagestätte, sind dabei unabdingbar. Dabei sehen wir die Eltern als Experten für die Situation ihres Kindes und streben deshalb als Grundhaltung in der Zusammenarbeit mit den Eltern eine Erziehung- und Bildungspartnerschaft an. Dabei sehen wir es als bedeutsam einen Rahmen zu schaffen, in dem die Eltern in den Bildungsprozess des Kindes mit einbezogen sind, unterstützt werden und sich in ihrer Aufgabe als Eltern ernst ge- nommen und angenommen fühlen.

7.1 Ziele und Umsetzung

Damit wir als pädagogische Fachkräfte und die Eltern diese gemeinsame Verantwortung für einen gelingenden Entwicklungsprozess des Kindes umsetzen können, gestalten wir die päda- gogische Arbeit nach folgenden Zielen:

  • Beständige Weitergabe von Informationen
  • Regelmäßiger Austausch und Gespräche
  • Stärkung der Erziehungs-und Bildungskompetenzen der Eltern
  • Beratung und Vermittlung von Hilfsangeboten
  • Aktive Mitarbeit, Mitverantwortung und Mitbestimmung der Eltern in der Kita
  • gemeinsame Aktivitäten mit den Familien

Konkret für die Umsetzung im Alltag bedeutet das für uns als ErzieherInnen und Träger:

  • Schriftliche Informationen wie Elternbriefe, Aushänge
  • Jährliche Entwicklungsgespräche
  • Tür- und Angelgespräche, als spontane, intensive Kontaktmöglichkeiten
  • Einzelgespräche nach Terminabsprache zum gegenseitigen Austausch über das Kind
  • Umfassende Elternbildungsangebote wie thematische Elternabende
  • Regelmäßige Elternabende in welchen auch Referate über die christliche Erziehung angeboten werden
  • Informationen und Anregungen für Eltern zur Förderung ihrer Kinder zu Hause
  • Wahl von Elternvertretern, Elternbeirat
  • Mitarbeit von Eltern als „Experten“ eines Themas bei Projekten
  • Teilnahme und Hilfe bei Festen, Arbeitstagen (z.B. im Garten)
  • Gestaltung und Organisation von Festen wie Sommerfest, Laternenfest, Osterfrüh- stück, Weihnachtsfeier
  • Eltern-Kind-Spielgruppe
  • Transparenz, Offenheit und Respekt im Verhalten der pädagogischen Fachkräfte
  • Offenheit für kritische Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge von den Eltern
  • Vielfältige, breit gefächerte Angebote im Jahr anbieten: dadurch ist es möglich den vielfältigen Familienwirklichkeiten entgegenzukommen z.B. Ausflugstag mit Eltern

7.2 Beschwerdemanagement

Auf Rückmeldungen, positive und negative Kritik, sowie auf Verbesserungsvorschläge von Eltern legen wir in unserer Kindertagesstätte großen Wert. Die pädagogischen Fachkräfte er-kennen diese Anmerkungen und Kritik als hilfreich und zur positiven Entwicklung für die Kita an. Dadurch können wir lernen und unsere Angebote verbessern.

Die Möglichkeit, sich mit Anliegen an den Träger zu wenden, besteht zu jeder Zeit. Beschwerden werden von uns sehr ernst genommen und bei Bedarf vertraulich behandelt. Dafür schaf- fen wir die Möglichkeit für ein ungestörtes Gespräch. Aktives Zuhören und eine wertschätzende Haltung sind für uns selbstverständlich. Wichtig ist uns auch gemeinsam nach Lösungen zu suchen, sowie einen zeitlichen Rahmen abzustecken, in dem wir Verbesserungen zum Wohle des Kindes umsetzen.

Kooperation mit anderen Institutionen

8. Kooperation mit anderen Institutionen

Die pädagogische Arbeit erfordert die Zusammenarbeit mit:

  • den örtlichen und überörtlichen Behörden
  • mit anderen Kindertageseinrichtungen im Ort
  • Schulen, die unsere Kinder besuchen werden
  • den Fachschulen für Sozialpädagogik
  • anderen für uns wichtigen Institutionen z.B. Therapeuten, Kirchengemeinde

Zusammenarbeit der Mitarbeiter/innen

9. Zusammenarbeit der Mitarbeiter/innen

Eine intensive und gute Teamarbeit, ist Voraussetzung für eine konstruktive pädagogische Arbeit in unserer Kindertagesstätte. Die Teamarbeit ist geprägt durch Verantwortlichkeit, sowie offene und vertrauensvolle Kommunikation und Kooperation.

Mitarbeiterinnenbesprechungen für das gesamte pädagogische Personal und Gruppenbesprechungen finden einmal in der Woche statt. Diese Zeit dient dem Erfahrungs-Meinungs- und Informationsaustausch, über zum Beispiel das pädagogische Handeln, die Organisation und Planung des Tages-Wochen-Jahresablaufes, den Austausch über die Kinder oder die Analyse der Gruppensituation. Die Teamzeit soll helfen, ein Konzept zu entwickeln, dass den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und ihrer Familien in unserer Kindertagesstätte entspricht. Zusätzlich findet einmal im Jahr ein pädagogischer Tag statt.

Die Mitarbeiterinnen besuchen regelmäßig Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen und werden, soweit es die dienstlichen Belange zulassen, dafür freigestellt.

Besonderen Wert legen wir auf die musikalische Fortbildung für die Mitarbeiterin.

Eltern-Kind –Spielgruppe „Klangwölkchen“

10. Eltern-Kind –Spielgruppe „Klangwölkchen“

Zu unserer Konzeption gehört auch die Eltern-Kind-Spielgruppe, welche am 14.4.2014 gegründet wurde.

Ziel dieser Gruppe ist es, dass die Eltern die Möglichkeit haben an 2 Vormittagen (für 3 Stunden) mit Ihren Kindern unter fachpädagogischer Betreuung zu spielen. Sie lernen mit ihren Kindern die Umgebung und die ErzieherInnen kennen. Dies soll den Übergang in die Kita für die Kinder erleichtern, da Beziehungen zu den ErzieherInnen sowie zu dem Umfeld der Kindertagesstätte gewachsen sind.

Inklusion

11. Inklusion

Wir sehen unsere Kindertagesstätte Klangwolke als einen Ort, an dem jedes Kind und jede Familie unabhängig seiner Nationalität, Kultur Beeinträchtigung, Konfession, auf Basis unserer christlichen Grundorientierung seinen Platz finden kann. Gemeinsam wollen wir „spielend das Leben entdecken“ und ein Klima des Angenommenseins schaffen. Unser Schwerpunkt Musik, soll dabei eine entscheidendes und verbindendes Element sein.